KFO-SH ziele

Ziele des Verbandes der Kieferorthopäden in Schleswig-Holstein (KFO-SH e.V.)

 

Die Ziele der Mitglieder des Verbandes der Kieferorthopäden in Schleswig-Holstein e.V. (KFO-SH e.V.) sind die Sicherung und der Ausbau der freiheitlichen Berufsausübung mit hohen Qualitätsstandards zum Wohle unserer Patienten. Der Verband vertritt die Mitglieder nach außen gegenüber der Politik, den zahnärztlichen Körperschaften und der Öffentlichkeit.

Wir Kieferorthopäden in Schleswig-Holstein fordern eine kieferorthopädische Versorgung, die sich am Stand der Wissenschaft orientiert und die unter wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen erbracht werden kann. Die Mitglieder des Verbandes fordern die Abschaffung leistungs- und qualitätsfeindlicher Überregulierungen durch staatliche Eingriffe wie Budgetierung und Degression.
Es gilt dabei ein leistungsfeindliches, verstaatlichtes Gesundheitswesen zu verhindern. Wir Kieferorthopäden schaffen und sichern mit unseren freiberuflichen Fachpraxen Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein und am Wirtschaftsstandort Deutschland. Gerade die kieferorthopädische Behandlung mit einem hohen Betreuungsaufwand der Patienten, setzt einen hohen Bedarf qualifizierter und motivierter Mitarbeiter voraus.

Der KFO-SH e.V. setzt sich für eine angemessene Vertretung der Fachzahnärzte für Kieferorthopädie in den zahnärztlichen Körperschaften, insbesondere in der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein sowie der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, ein und erhebt den Vertretungsanspruch auf die Wahrung der Interessen der Mitglieder als Fachzahnarztgruppe.

Zweck des Verbandes ist es, unter Ausschluss einer Gewinnerzielung, die wirtschaftlichen und beruflichen Interessen seiner Mitglieder zu wahren und zu vertreten.

Der Verband fördert die Qualitätssicherung und Weiterbildung durch regelmäßige fachliche Fortbildung der Mitglieder.

Die aktuellen politischen Ziele von KFO-SH e.V. sind im Einzelnen:

  • Wir fordern von den politischen Parteien ein klares Bekenntnis zur freiberuflichen Praxis in der ambulanten kieferothopädischen und zahnärztlichen Versorgung und die Schaffung von Rahmenbedingungen, die das erfolgreiche Führen eines freiberuflichen selbstständigen Unternehmens ermöglichen. Der Ausverkauf der ambulanten Versorgung an finanzkräftige Gesundheitskonzerne ist zu stoppen.
  • Wir halten die Direktabrechnung kieferorthopädischer und zahnärztlicher Leistungen für ein geeignetes Mittel zur Herstellung von Leistungstransparenz und Leistungsverantwortung in der ambulanten kieferorthopädischen und zahnärztlichen Versorgung.
  • Wir fordern die Abschaffung einer leistungs- und qualitätsfeindlichen Budgetierung im Gesundheitswesen, die den Ansprüchen der Patienten nicht gerecht wird, zwangsläufig zu einer Unterversorgung führt und dem Kieferorthopäden und Zahnarzt das für seine erbrachten Leistungen zustehende Honorar entzieht.
  • Es muss Schluss damit sein, dass dem Gesundheitswesen die notwendigen Mittel zur Patientenversorgung ständig und schleichend entzogen werden. Dies geschieht gleichermaßen auf dem Rücken von Patienten und Kieferorthopäden/ Zahnärzten.
  • Wir fordern die Abkehr vom politischen Irrweg einer staatlichen Gesundheitsbehörde, dem Gesundheitsfonds, der zusätzliche Bürokratie geschaffen hat aber kein Problem des deutschen Gesundheitswesens lösen kann. Der staatliche Gesundheitsfonds bedeutet faktisch die Abschaffung der bisherigen Krankenkassenbeiträge und deren Umwandlung in eine Gesundheitssteuer. Dadurch wurde eine Abkehr vom Solidarprinzip einer Versicherung, mit dem Erwerb von Ansprüchen des Versicherten durch Beitragszahlungen, vollzogen. Mit der Steuerfinanzierung durch den Gesundheitsfond erwirbt der Bürger keinen Anspruch auf Leistungen, sondern ein fiktives Leistungsversprechen, das tages- und parteipolitischen Erwägungen unterworfen ist.
  • Wir fordern den Erhalt und die Stärkung eines dualen Versicherungssystems mit gesetzlichen- und privaten Krankenversicherungen. Dieses Versicherungssystem wird den individuellen Ansprüchen der Bürger gerecht und fördert den Wettbewerb unter den Systemen. Eine staatliche Einheitskasse lehnen wir ab.
  • Wir fordern eine sofortige Anhebung unserer seit 1988 nicht mehr angepassten privaten zahnärztlichen Vergütungsverordnung (GOZ) mindestens im Rahmen eines Inflationsausgleiches.
  • Wir lehnen die Einführung von Bachelor- und Masterstrukturen im Studiengang Zahnmedizin ab. Voraussetzung für die zahnärztliche Approbation muss das Vollstudium und das Staatsexamen bleiben. Die Zahnmedizin darf kein Versuchsfeld für teilakademische Ausbildungen werden. Auch die politische Diskussion um die Einführung von Master-Titeln mit der Approbation wird abgelehnt. Insbesondere lehnen wir die Einführung von Mastertiteln im Bereich der zahnärztlichen Fachzahnarztgebiete ab.
  • Voraussetzung für eine qualitätsorientierte und zeitgemäße Kieferorthopädie ist die mehrjährige Weiterbildung in Vollzeit in qualifizierten und berechtigten Weiterbildungspraxen und an den Universitätskliniken. Abend-, Tages- oder Wochenendkurse reichen zur Erlangung dieser Qualifikation nicht aus.
  • Wir lehnen Selektivverträge zwischen Krankenkassen und einzelnen Kieferorthopäden/ Zahnärzten ab. Diese Verträge schaffen einseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten des Arztes. Die Therapiefreiheit des Kieferorthopäden/ Zahnarztes und die Wahlfreiheit des Patienten in Bezug auf den Arzt, die Behandlungsmaßnahmen und den Behandlungsumfang, darf nicht durch die Einflussnahme Dritter (Versicherungen/ Politik/ Gesundheitskonzerne) ausgehebelt werden.
  • Wir lehnen Festzuschüsse im Bereich der Kieferorthopädie analog dem Zahnersatz ab, da dieses bürokratische Monster nicht auch noch auf andere Fachgebiete ausgeweitet werden darf.
  • Wir setzen uns für Deregulierung und mehr Wettbewerb im Gesundheitswesen ein. Wir lehnen die ständig zunehmende staatliche Bevormundung von Patienten und Kieferorthopäden/ Zahnärzten im Gesundheitswesen ab.